Currywurst- Eine Betrachtung nach TCM

Liebe Leserinnen,
liebe Leser,
heute ist hierzulande „Tag der Currywurst“. Sie besteht in der Regel aus einer gegrillten Brat- oder Brühwurst aus Schweinefleisch. Sie wird in Stücke geschnitten serviert und von einer würzigen Tomatensauce begleitet und mit Curry-Pulver verfeinert.

Traditionsgericht mit Glücksmomenten

Aber was macht eigentlich dieses Traditionsgericht so beliebt? „…wat schönret gibt et nich als wie Currywurst“, sang Herbert Grönemeyer. Wieso ertränken wir eigentlich in wiederkehrender Freude eine gut gegrillte Wurst in einer würzig-feurigen, klebrig-pampigen Soße? Manch einer mag sich gerne erinnern, wie dieses Gericht ihn von innen gewärmt hat und verloren geglaubte Lebensgeister erweckte. Möglich, dass der ein oder andere von Ihnen ein bestimmtes prägendes Ereignis mit dem Verzehr dieses Gerichtes verbindet?! Als Traditionsgericht hat sich die Currywurst als Low-Cost aber auch als Edelvariante immer wieder gegen andere Schnellgerichte behauptet. Sie ist in vielen Kantinen trotz Biokost und Menus für Vegetarier auf der Beliebtheitsskala ganz oben.

Eine Betrachtung nach TCM-Kriterien

Eine Betrachtung der Currywurst nach den Kriterien der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) soll nicht als Widerspruch zu einer gesunden ausgewogenen ballaststoffreichen Ernährung nach Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) verstanden werden. Vielmehr werden Aspekte der Diätetik nach TCM angewendet, um die Stellung dieses Dauerbrenners zu ergründen. In der Diätetik der traditionellen chinesischen Medizin werden die Lebensmittel den Wandlungsphasen der TCM-Lehre zugeordnet. Sie werden des Weiteren gemäß ihrer thermischen Wirkung auf unseren Körper in heiße, wärmende, kühlende oder neutrale Lebensmittel eingeteilt.

Currywurst ein energetisch warm-heißes Gericht

Zerlegt man das Gericht der Currywurst in seine Bestandteile, so ergibt sich folgendes Bild: eine Bratwurst aus Schweinefleisch, in der Zubereitung meist gegrillt. Eine Tomatensauce, abgeschmeckt mit Pfeffer, Salz, ggf. Chili, Kreuzkümmel, Piment, Zimt, Curcuma, Paprika, Zucker oder Honig sowie Curry zum Bestreuen runden den Geschmack ab. In der thermischen Zuordnung wird dem Schweinefleisch nach TCM-Diätetik eine neutrale Wirkung zugeteilt. Die gegrillte Zubereitung hebt dieses aber auf eine heiße Wirkung an. „Das Wichtigste ist die Soße“, so hört man immer wieder Verfechter dieses Gerichtes. Und wirklich, hier steckt richtig „Wums“ drin. Tomaten für sich haben zwar eine kühlende Wirkung, die prägenden Gewürze der Soße für eine Currywurst haben einen thermisch wärmenden bis heißen Charakter.

Thermisch warm-heiße Gerichte bauen Yang auf

Warm-heiße Gerichte bauen nach den Vorstellungen der traditionellen chinesischen Medizin das Yang des Körpers auf. Der Körper wird von innen heraus erwärmt, mancher mag eine gewisse Dynamisierung und/oder ein Verschwinden von Kälte empfinden. Vielleicht schmeckt uns gerade deshalb die Currywurst am zugigen Imbissstand von Weihnachtsmärkten oder nach einem anstrengenden Arbeitstag so gut?!

Genuss in Maßen

Ein zu viel an Currywurst bzw. thermisch wärmenden-heißen Speisen können aber auch unangenehme Folgen haben. Nach TCM könnte eine Yang-Fülle-Hitze oder Yin-Mangel-Trockenheit beobachtet werden. Nach westlich moderner Medizin wären dies Symptome wie z.B. Verstopfungen, akute und chronische Schleimhautentzündungen und -Geschwüre des Magen und Zwölffingerdarms, chronische Übelkeit, trockener Mund, chronischer trockener Husten, allgemeine Schwäche und Abgeschlagenheit, Hypertonie mit Tinnitus, Diabetes, Neurodermitis (YIN-Mangel, trockene Hitze).

Somit schließt sich bei der Betrachtung des Verzehrs einer Currywurst sowohl nach westlich moderner Medizin als auch nach traditioneller chinesischer Medizin der Kreis: Im Übermaß genossen, schadet sie uns mehr als sie nützt. Eine gelegentlich und in Maßen verzehrte Currywurst, mag hingegen gerne mit lange erinnerten Glücksmomenten in Verbindung stehen.

Stellenwert der chinesischen Diätetik

Die Diätetik der traditionellen chinesischen Medizin hat einen großen Stellenwert innerhalb der TCM. In meiner Heilpraktikerpraxis, in Meerbusch Lank-Latum beziehe ich daher chinesische Diätetik, nahrungstherapeutische Überlegungen, neben allgemeinen Naturheilverfahren in individuell für Sie erstellte Behandlungskonzepte ein. Gerne berate ich Sie. Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme!

Herzlichst Ihre
Heilpraktikerin in Meerbusch, Lank-Latum

Sandra Bohlmann