Blütenstände einer Distel, Blog Heilpraktikerin Sandra Bohlmann, Meerbusch, Quelle: Pixabay

Fasten- Verzicht und Genuss

Liebe Leserinnen,
liebe Leser,

machen Sie sich vielleicht auch schon Gedanken, wie Sie die diesjährige Fastenzeit gestalten? Oder sind vielleicht sogar schon mittendrin im Fastenmodus? Vielleicht haben Sie auch schon zum Jahreswechsel begonnen, alte Verhaltensweisen abzulegen, neue auszuprobieren und gut funktionierende Erfahrungen in Ihren Alltag integriert?

Modernes Fasten

Häufig höre ich in meinem Umfeld, dass Fasten doch ein alter Hut sei und der religiöse Aspekt völlig überholt. Andere Meinungen unterstreichen geradezu diese Aspekte des Fastens. Gerne möchte ich Sie einladen, sich auf das Thema Fasten einzulassen.

In unserer modernen technisierten westlichen Gesellschaft stoße ich auf die verschiedensten Arten des Fastens. Meistens ist bei meinen Mitmenschen mit einem Verzicht von oder auf irgendetwas geprägt. Immer wieder häufig genannt ist der aus den Religionen stammende Verzicht auf Nahrung im Allgemeinen bzw. bestimmte Nahrungsmittel wie z.B. Süßigkeiten oder Fleisch- und Wurstwaren. Gerne wird in der Fastenzeit auf Alkohol und Nikotin verzichtet. In unserer inzwischen vor digitalen Reizen überschwemmten Gesellschaft wird das mediale Fasten immer beliebter. Mancher verzichtet auch auf die Nutzung des Autos und schwingt sich morgendlich auf das Rad, geht zu Fuß zur Arbeit, dem Ideenreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt.

Ziel das Fasten

Diejenigen, die auf bestimmte Nahrungsmittel verzichten, nehmen die Fastenzeit häufig gerne als Anlass Ihre eigenen Proportionen wieder in Bahnen zu lenken. Andere Fastenbegeisterte versprechen sich eine allgemeine innere und mentale Reinigung, von den Dingen die sie belasten und bei Übermaß irgendwie auf die Gesundheit schlagen. Das Fasten dient vielen als regulierendes Instrument, den Organismus wieder auf „RESET“ zu stellen, einfach mal den Stecker zu ziehen, manchem dient es gar als Notausschalter. Zusammengefasst scheint das Fasten, der Verzicht auf irgendetwas, unsere Sinne wieder zu schärfen, den Körper wieder hungriger, neugieriger, agiler für die Dinge des Lebens zu machen, von denen wir so satt waren. Im Fasten erfahren wir, was eine achtsame Lebensweise mit unseren Sinnen macht.

Achtsamkeit leben

Warum also fasten wir denn einfach nicht alle, wenn es uns doch so guttut? Warum praktizieren wir die im Fasten erlebbaren Erfahrungen einer achtsamen Lebensweise nicht täglich? Wir verzichten. Verzicht hat etwas, das in vielen von uns unangenehme Gefühle auslöst, bei manchen gar bis hin zu Verlustängsten. Wir urteilen. Wir sehen, dass wir keineswegs so perfekt sind, wie wir uns oft Glauben machen. Wir kommen bei uns an und das ist manchmal verdammt schmerzhaft! Dann legen wir doch gerne wieder eine weitere Schicht Fassade an.

Integrieren wir aber eine innere Haltung des Genusses, so erleben wir Bereicherung. Nehmen wir uns an, wie wir sind, lassen Dinge geschehen, ohne zu werten, sind wir einfach nur wir. Authentisch, empathisch, stark!

 

In meiner Praxis für Naturheilkunde in Meerbusch, Lank-Latum arbeite ich an mit meinen Patienten an deren akuten und chronischen Erkrankungen. Meiner Erfahrung nach sind die akuten Symptome aber oft die sogenannte „Spitze des Eisberges“. Gemeinsam mit meinen Patienten überlegen wir, ob und welche Päckchen, die uns das Leben mitgibt, in einem individuellen Behandlungskonzept angegangen werden können und sollten. Als Orientierung dient uns der Wunsch, nach einer achtsameren Lebensweise. Meiner Erfahrung nach können verschiedene naturheilkundliche Verfahren den auch gelegentlich als Tanz auf dem Drahtseil empfundenen Balanceakt zwischen Verzicht und Genuss begleiten. Individuell, wie Sie selbst kreieren wir gemeinsam Ihren Weg. Gerne berate ich Sie. Ich freue mich auf Ihren Kontakt.

Herzlichst Ihre
Heilpraktikerin in Meerbusch, Lank-Latum

Sandra Bohlmann